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"Rumble in the Jungle"

M48 Patton Tank in der Grünen Hölle
mit Figuren aus dem Film "Platoon"

im Maßstab 1:18 von 21st Century Toys

Baubericht
von
Autor Th. Schrecke 
Copyright November 2008

Dieses Diorama entstand für die Modellbauausstellung des PMC-Main Kinzig im Oktober 2008. Mein bestreben war es zu zeigen, daß man mit relativ einfachen Mittel auch aus fertigen Modellen interessante Dioramen gestalten kann. Das Diorama entstand unter erheblichen Zeitdruck innerhalb nur einer Woche!

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Eine Erkundungstrupp mit einem M48 Patton Panzer, in einem Dschungelgebiet Vietnams,
gerät in einen ungewöhnlichen Hinterhalt.
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Das Fertigmodell von 21st Century Toys in der Version des USMC
William Dafoe ziert hier den Komandantenstand im Turm
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Die Aufteilung des Dioramas ist aus der Vogelperspektive gut zu erkennen.
Die Grundplatte besteht aus einer Spanplatte von 72x45cm und ist 22mm dick.
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Unschwer zu erkennen der HALO Masterchief Commander
Der Spähtrupp besteht aus Tom Berenger, Charly Sheen und dem "Quotenneger" mit Granatwerfer.
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Berenger und Sheen entstammen dem "Platoon"-Figuren Satz, wie auch W. Dafoe im Turm. Der "Quotenneger" dem Vietnam-Figuren Sortiment.
Mit etwas Phantsie kann man gewisse Ähnlichkeiten zu Tom Berenger erkennen.
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Die Fauna entstammt den Resten der Filmdeko meines Diplomfilmes.
Alles zusammen gibt einen recht überzeugenden Eindruck der "Grünen Hölle" wieder.
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Der Patton macht auch von Hinten eine gute Figur und ...
.. weist viele Details auf.
namorama-016.jpg namorama-015.jpg
Größte Herausforderung war die originalgetreue Gestaltung des Urwaldbodens.
W. Dafoe im MG Turm der Komandantenkuppel, einer charakteristischen Eigenheit des M48 die bis zum M60 beibehalten wurde.

Wie immer bei einer Dioramengestaltung stand am Anfang eine Idee und etwas Skizzenarbeit, um die richtige Größe und Aufteilung des Geländes bei optimaler Platzausnutzung zu ermitteln.
Grundidee war es das Fertigmodell in einer möglichst realistischen Umgebung zu platzieren und dabei den geringst möglichen Platz zu verbrauchen. Da 1:18er Modelle recht groß sind ergibt es sich zwangsläufig das die Dioramenfläche entsprechend größer ausfällt. Dies zu optimieren dauerte einige Zeit. Denn neben der Größe spielte auch die Fertigungszeit eine Rolle, das Diorama sollte in nur einer Woche fertig sein.

In meinem Holzlager fand ich eine passende Spanplatte, welche nicht mehr großartig zugesägt werden mußte und auch die richtige Stärke von 22mm hatte. Mit PU-Hartschaumblöcken wurde auf der Bandsäge die groben Konturen des Geländes vorgeschnitten. Diese wurden dann  mit PU-Schaum und Epoxidkleber auf der Platte festgeklebt und in die finale Form gebracht.
Dabei war das Zurichten der Geländekanten der meiste Aufwand. Erst wurden die überstehenden Schaumblöcke mit der Bandsäge gestutzt. Dabe mußte darauf geachtet werden, das die Kanten möglichst senkrecht blieben. Anschließend wurde der gesamte Schaum mit eingedicktem Epoxidharz bestrichen um ihn stabil zu machen. Die Außenkanten wurden mit einer aus Epoxidharz und Füllstoffen selbst erstellten Spachtelmasse abgespachtelt und mehrfach geschliffen und übergespachtelt. Dieser Vorgang war der zeitraubendste aber auch der wichtigste, da davon die gesamte Wirkung abhing. Eine unsaubere Kante läßt das gesamte Diorama unsauber wirken, daher ist hier die Zeit gut investiert.
Die Kante wurde dann mit schwarzer Dispersionsfarbe gerollt und trocknen gelassen.

In der Zwischenzeit wurden die Pflanzen vorbereitet. Es ist gar nicht einfach ide verschiedenen Vegetationszonen im Dschungel genau zu bestimmen ohne Fotos. Grundsätzlich baut sich der Urwald aber wie folgt auf: 1. Boden, 2. Bodendeckschicht aus abgestorbeneb Blättern und Pflanzenteilen, 3. niedrige Bodendecker (z.B. Farne), 4 Buschwerk, Bäume und hohe Urwaldpflanzen. 
Diese Pflanzenzusammenstellung ist recht dicht und erfordert eine ganze Menge unterschiedlicher Pflanzen, selbst auf kleinem Raum.
Von meinem Diplomfilm Alien Neighbourhood, einem Puppentrickfilm, hatte ich Unmengen an Kunstpflanzen eingelagert. Es ist nämlich nicht ganz einfach die passenden Pflanzen auf die Schnelle zu bekommen und für meinen Film hatte ich für fast 200 Euro Pflanzen besorgen müssen. Diese hatteich sogfältig verpackt und eingelagert, so das ich darauf schnell zugreifen konnte. Beim Maßstab gab es kaum Probleme, da die meisten Pflanzen botanisch nicht korrekt wiedergegeben sind sondern einfach auf passende Blattgrößen und vielfalt geachtet wurde. Einzig der Farn war zufälligerweise im passenden Maßstab.
Neu hinzugekauft wurde nur ein Plastikbonsai aus dem Baumarkt, der viele kleinen Blätter wegen.
Aus den einzelnen Pflanzenteilen wurden unterschiedliche Pflanzen generiert, Dazu wurden diese mit Heißkleber an einem Zahnstocher fixiert. Der Heißkleber besteht aus dem gleichen Kunststoff wie die Pflanzen und schmilzt diese quasi zusammen. Der Zahnstocher dient als "Wurzel" mit dem die Pflanze später einfach "eingepflanzt" werden kann, aber dazu später mehr.

Nach dem trocknen der ersten Harzschicht auf den Gelände wurde eine weiter pastöse Schicht aufgetragen. Hierzu wurde das Harz mit Thixotopiermittel eingedickt bis es nicht mehr verläuft. Die schicht wurde dann vor allem auf dem Weg den der Panzer nimmt aufgetragen und anschließend mit Frischhaltefolie abgedeckt. Nicht etwar damit sich nicht schlecht wird. Nein, um die Panzerkettenabdrücke in den Boden zu bekommen. Der Patton wurde einfach auf die Folie gestellt und eingedrückt. Nach dem Härten konnte er und die Folie wieder problemlos entfernt werden.
Auf den Waldbodenbereich wurde auf das feuchte Harz Sand und andere passende Materialien aufgestreut. Das Harz wurde dazu vorher mit brauner Acrylfarbe eingefärbt. Dazu rührt man die Farbe einfach in das frisch angerührte Harz ein. Dieses ist dann völlig durchgefärbt und braucht anschließend mit nicht ganz soviel Farbe übermalt werden.

Wären der zweiten Trockenphase fertigte ich den Urwaldriesen. Einen typischen Baumstumpf eines Urwaldbaumes. Das hierzu benötigte Material waren ein Papprohr (Faxrolle), Karton, Heißkleber, Polyestervlies und Epoxidharz.
Aus dem Papprohr und der Kartonnage wird die Grundform mittels Heißkleber zusammengestückelt. Das Ganze ist nicht schön aber Zweckmäßig und geht schnell. Um den Stamm wird dann das Polyestervlies gewickelt und festgeklebt. Dies mindert die harten Kanten und gibt Volumen. Über alles wird dann eine Lage eingedicktes Epoxidharz gestrichen und trocknen gelassen. Dazu habe ich das vordere Ende des Papprohrs einfach in den Schraubstock eingespannt.
Nach dem Trocken wird der Baum mit Magic Sculp fein detailliert und nach einer weiteren Trockenphase farblich gestaltet.













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