
Die Bell X-1
von Pegasus Hobbies
im Maßstab 1/18 |

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Die letzte Grenze die Schallmauer
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Gegen
Ende der 1930er Jahre bereits hatten Aerodynamiker in Deutschland
entdeckt und berechnet das, ab einer bestimmten Geschwindigkeit, die
aerodynamischen Gesetzmäßigkeiten nicht mehr funktionieren und die
damaligen Flugzeugkonstruktionen unweigerlich abstürzen und/oder
zerstört werden. Seit dieser Zeit verfolgte die Piloten bei der
ständigen Jagd nach neuen Geschwindigkeiterekorden das Gespenst eine
undurchdringlichen Mauer an der sie zu zerschellen drohten. Keiner
konnte das Phänomen genau beschreiben und schon garnicht was es mit
Fluggerät und Pilot anrichten würde. Anfang der 1940er Jahre hatte
man, in Zuge der rasanten Flugzeugentwicklung während der Kriegszeit,
bereits den Punkt erreicht, andem Propellerspitzen schneller als der
Schall rotierten und damit das Ende des Propellerantriebes, bei der
Jagd nach höheren Geschwindigkeiten, einleiteten. Die Propellerspitzen
wurden förmlich zerrissen und konnten nicht weiter beschleunigt werden.
Flugzeuge wie die P-51 Mustang und die FW-190D9 waren das
schnellste was mit dem Propellerantrieb machbar war!
Die
Deutschen Ingenieure hatten das frühzeitg begriffen und paralell zu den
Briten den Düsenantrieb entwickelt. Da dieser in der Anfangszeit aber
auch nur in den schallnahen Bereich vordringen konnte weil, zum
Einen die Technik noch nicht so weit war, zum Anderen das
Gespenst der Schallmauer auch in den Köpfen der Ingenieure herumspukte
und man rechnerisch nicht bestimmen konnte, wie sich das auf Triebwerk
und Fluggerät auswirken würde.
Es mußten daher Versuche
unternommen werden. In Deutschland wurde dazu von der DFS ein Flugzeug
mit der Bezeichnung DFS-346 entwickelt. Der Prototyp wurde gegen
Kriegsende in Halle an der Saale in den Siebel Werken gebaut und von
der Sowjet Armee erbeutet. Zusammen mit dem gesamten Entwicklerstab
wurde das Flugzeug in die Sowjetunion verbracht, überarbeitet und
schließlich getestet. Mehr dazu auf unserer Seite zur Geschichte der DFS-346.
Parallel
dazu erkannten die Amerikaner das Problem und begannen im Zuge der
systematischen Erprobung erbeuteter deutscher Flugzeuge, speziell
der Me 262, die aerodynamischen Gegebenheiten zu erforschen. Da es sich
abzeichnete, daß im beginnenden Kalten Krieg, der damals durchaus die
Tendenz hatte in einen heißen Krieg umzuschlagen, derjenige einen
taktischen Vorteil haben könnte, welcher dieses aerodynamische Problem
zuerst meistern konnte!
Deutsche Me-262 Piloten hatten während
ihrer Einsätze von unerklärlichen Steuerproblemen und diversen anderen
Erscheinungen berichtet, speziell wenn sie sich vor den Verfolgern duch
Sturzflüge einen Geschwindigkeitsvorteil herausfliegen wollten. Heut
geht man davon aus, das diese Piloten schon damals, ohne es zu wissen,
schneller als der Schall flogen. Da niemand da war um offizell die Zeit
zu nehmen, wird dies immer eine unbewiesene Annahme bleiben.
Theoretisch ist es jedenfalls möglich.
Die USA entschlossen sich
daher erst durch die Army Air Force und dann durch die neu gegründete
NACA (National Advisory Committee on Aeronautics) diese
Problematik systematisch, wissenschaftlich zu Untersuchen. Man
beauftragte daher 1945 die Firma Bell Aircraft Company mit dem Bau von
vier Versuchsflugzeugen mit der Bezeichnung XS-1. Bell orientierte
sich, der fehlenden technischen Erfahrungen im Flugzeugbau wegen, an
der bekannten Form der Kaliber 0,50 Geschoßform. Da diese Munition die
Schallmauer unbeschadet durchbrach, ging man davon aus, daß ein
Flugzeugrumpf, mit gleicher Form, dies auch überstehen würde. So
entstand die charakteristische Form der Bell X-1, die zu Beginn noch
XS-1 hieß und erst später umbenannt wurde. Was die Deutschen schon
wußten, die Amerikaner aber noch nicht, war daß eine gepfeilte
Flügelform bedeutend günstiger ist, daher hatten sie der DFS-346 schon
eine solche Form gegeben. Die Amerikaner begannen die Tests mit eine
geraden Flügelvorderkante, was das Flugzeug und die Piloten nur deshalb
überlebten, weil sie den Schallbereich nur kurz berührten und das
Flugzeug erstaunlich stabil war. Die X-1 wurde sehr bald auf die X-1A
und dann auf die X-1E mit gepfeilten Tragflächen umgerüstet,
nachdem man erkannte, das dies Vorzüge hatte. Darüber hinaus wurde die
Tragflächendicke auf ein Minimum reduziert.
Die X-1 war das
erste aller Experimentalflugzeuge das mit den X in der Typenbezeichnung
gekennzeichnet wurden. Heute ist die Nummer 50 bald erreicht!
Die
X-1 wurde mit einem Vierkammer Flüssigraketenantrieb, dem XLR-11
ausgerüstet, da nur er in der Lage war das Flugzeug ausreichend zu
beschleunigen. Die vier Brennkammer konnten einzeln an und abgeschaltet
werden und dem Flugzeug somit unmittelbar Schub verschaffen. Damalige
Turbinenantriebe erreichten noch nicht den dazu nötigen Schub. Da das
Flugzeug einen erheblichen Treibstofverbrauch hatte und seine
Konstruktion eigentlich nicht zum Starten vom Boden aus geeignet war,
hatte man vorgesehen es aus dem Bombenschacht eine B-29 abzuwerfen. Die
B-29 war das damals größte Flugzeug mit der größten Zuladung. Man baute
eine der Maschinen zum Mutterschiff um und ermöglichte es die X-1 unter
der Rumpfmitte, an einem Bombenschloß befestigt, wie eine übergroße
Bombe mitzuführen.
Die russischen Konstrukteuere nutzten zum
Transport der DFS-346 ebenfalls eine B-29, die sie erbeutet hatten. Die
Maschine war eine von zwei Maschinen die an der Pazifikküste der
Sowjetunion notlanden mußten. Die zweite Maschine wurde komplett
demontiert und als Vorlage für die neue russische TU-2 benutzt, einer
1:1 Kopie der B-29! Im Gegensatz zu den Amerikanern mußten die
russischen Ingeneure die DFS-346, der größeren Spannweite wegen, aber
unter der rechten Tragfläche, zwischen den beiden Motoren montieren.
Eine problematische Entscheidung, wie sich später in der Erprobung
zeigen sollte.
 Um
ihre X-1 vor den neugierigen Augen der restlichen Welt ungestört
erproben zu können und um die damit einhergehenden Risiken für die
Bevölkerung so klein wie möglich zu halten, verlegte die USAF die Tests
in die unbewohnte Weite der kalifornischen Mojave Wüste. Hier auf den
Trockenseen, die eine natürliche Start- und Landebahn waren, konnte
nach Herzenslust getestet und abgestürzt werden. Seither werden hier
alle amerikanischen Flugerprobungen durchgeführt, die nicht Top Secret
sind. Dafür gibt es das berühmte Area 51 am Groom Dry Lake in
Nevada.
Die Muroc Army Airforce Base wurde zu dem Stützpunkt an
dem alle High Tech Flugzeuge seit den 1950er Jaher erprobt werden. Sie
wurde am 25. Januar 1950 in Edwards Airforce Base umbenannt, in
Gedenken an den Captain Glen W. Edwards, der bei dem Absturz der
Nothrop Flying Wing YB-49 am 25. Juni 1948 ums Leben kam. Edwards war
für die Flugerprobung der YB-49 verantwortlich. Der Absturtz beendete
das Flying Wing Programm.
Am 14. Oktober 1947 startete der
Testpilot Charles "Chuck" Yaeger einen der vielen Testflüge mit
der X-1. Yeager hatte sich bei einem Reitunfall am Abend zuvor eine
Rippe gebrochen, wollte aber unbedingt fliegen, da er wußte, daß der
Schallmauerdurchbruch unmittelbar bevorsteht und alle Beteiligten schon
sehr nervös waren. Es hätte Ihn whrscheinlich nicht nur den Job sondern
auch den Ruhm gekostet. Daher beschloß er dennoch zu fliegen. Um die
Kabinentür verriegeln zu können, hatte er sich von
einem Freund einen Besenstiel zuscheinden lassen. Die B-29
brauchte die X-1 auf Höhe. Yaeger mußte dann im Flug aus dem
Bombenschacht der B-29 in das Cockpit der X-1 umsteigen und die
Cockpitluke von innen verriegeln. Erst dann konnte der Abwurf
stattfinden.
Der Rest ist Geschichte und kann in zahlreichen
Büchern und dem Film "Der Stoff aus dem die Helden sind" (orig.
Titel: "The Right Stuff") nachempfunden werden.
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Bilder zum Original
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| Eine der wenigen Farbaufnahmen der X-1 Werknummer 6063 und mit Hoheitsmarkierungen noch vor der Änderung 1947 |
Seltene Draufsichtaufgenommen kurz nach dem Abwurf aus der B-29, noch im freien Fall, ohne Antrieb. Auch hier fehlen noch die roten Streifen in den Hoheitszeichen. Diese wurden ers Ende 1947 (wieder-)eingeführt1 |
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| Die
Werknummer 6063 nach der Modifizierung zur X-1E, jetzt ganz in weiß. Im
Hintergrund das Mutterschiff, die B-29, bei der alle Waffentürme
entfernt sind. Hier noch mit dem schwarzen Koreakrieg
Unterseitenlackierung. |
Dies
ist die wohl umständlichste Methode ein Flugzeug zu beladen. Aber
dennoch sehr hilfreich, da man nur das relativ kleine und unbetankt
auch leichte Testflugzeug manövrieren muß. Das Mutterschiff ist hier
schon die neuere B-50 Superfortress. Diese unterscheidet sich im
wesendlichen durch die stärkeren Motoren |
 | | | Der
Mann der die Schallmauer durchbrach, heute General im Ruhestand Charles
"Chuck" Yeager. Er benannte die Maschine in alter Jagdfliegertradition
nach seiner Frau Glennis. | |
Bildquelle: NASA via Internet
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B-29 mit X-1 im Modell
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 | Hier die B-29 auf den hydraulischen Hebern, beim Unterfahren der X-1 Werk-Nr.:6063. Das
Modell ist im Maßstab 1/48 und nach Fotos exakt umgebaut worden. Die
Propeller können mittels eingebauter Elektromotoren angetrieben werden. Die
Dioramenplatte bekam einen Erläuterungstext, der mittels kopierbarer
Decalfolie erstellt wurde und nach dem Aufkleben mit Klarlack
versiegelt wurde. |  | | Bei
der B-29 handelt es sich um den Monogram/Revell Bausatz. Die X-1 ist
noch ein Eagles Taloon Resinbausatz und der Traktor im Vordergrund
stammt aus dem B-24J Bausatz von Monogram, ebenso die Figuren.Der Rest
ist Eigenbau. Mit dem X-1 Modell kam im Eagles Taloon Bausatz auch der
Umbausatz für die B-29 (zwei neue Druckschotts für den Bombenschacht) inklusive der Abziebilder für das Mutterschiff! |
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